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Glasurseminar am ICS

Ein Seminar über Glasuren in der Töpferei am International Ceramics Studio in Kecskemet, Ungarn (8.-15.5.2014)Glasurproben sortieren

Eigene Glasuren zu entwickeln kann unaufwändig sein und Spaß machen. Leider ist das in den meisten Töpfereien und Keramikstudios nicht so. Oft hat der Unterricht über Glasurrechnen an keramischen Schulen eine so hohe abschreckende Wirkung gezeigt, dass diese das gesamte spätere Leben der Keramiker anhält. Und dann vergessen die Lehrer auch häufig noch zu erklären, wofür so eine Seegerformel eigentlich gut ist.

Trotzdem sind Glasuren ein sehr wichtiger Teil der meisten Keramiken. Sie bilden die "Haut" eines Topfes oder einer Skulptur und entscheiden oft über den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg eines Keramikers. Mit der richtigen Organisation und adäquaten Werkzeugen können jedoch in relativ kurzer Zeit und vertretbarem Aufwand ganz tolle Ergebnisse erzielt werden.

 

Beim GlasurrechnenIch selbst bin seit mehr als 30 Jahren von Glasuren fasziniert. Obwohl ich im Holzbrand mit Salz-/Sodaglasuren arbeite und eigentlich kaum Glasuren bräuchte, ist der überwiegende Teil meiner Gefäße glasiert. 

Die Teilnehmer für diesen hochinteressanten Workshop kamen aus Großbritannien, Holland, Spanien, Ungarn und Österreich. Während einer viel zu kurzen Woche wurden hunderte Glasurproben entwickelt und in Masakazu Kusakabes Sasukenei Holzbrandofen und einem Gasofen gebrannt. Auf Wunsch der Teilnehmer ging es besonders um Temmokus, Oribe und Ascheglasuren.

ProbenDie Resultate waren überzeugend; eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Glasuren kam beim Ausräumen zum Vorschein. Das Spektrum an quasi gebrauchsfertigen Glasuren wäre groß genug, dass jemand, der mit einem Holzbrand- oder Gasofen anfängt, schonmal ein Sortiment damit aufbauen könnte. Wermutstropfen war, dass Matrix als verwendetes Glasurrechenprogramm nur unzuverlässig unter Windows lief, die Teilnehmer und ich hoffen auf die baldige Fertigstellung der Mac-Version.

Vielen Dank an Abel Lakatos für die Fotos!

http://www.icshu.org

http://www.icshu.org/programs.html

 Bilder von meinem vorhergehenden Seminar am ICS gibt es hier:

Woodfire at the ICS Hungary

 Einer der Teilnehmer, Joris-Jan Bos, ist Fotograf, hier einige seiner Bilder: